{"id":7505,"date":"2022-04-19T10:00:00","date_gmt":"2022-04-19T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekotierzucht.de\/?p=7505"},"modified":"2025-01-15T12:34:26","modified_gmt":"2025-01-15T11:34:26","slug":"dual-purpose-instead-of-genetic-engineering","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/zweinutzungshuhn-statt-gentechnik\/","title":{"rendered":"Zweinutzungshuhn statt (Gen)Technik!"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"7505\" class=\"elementor elementor-7505\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-be85ca4 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"be85ca4\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3aa97f7\" data-id=\"3aa97f7\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b38bb52 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b38bb52\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Seit diesem Jahr ist das T\u00f6ten von Eintagsk\u00fcken in Deutschland gesetzlich verboten. Die Umsetzung des K\u00fckent\u00f6tungsverbots gestaltet sich allerdings schwierig. Steigende Energie- und Futtermittelpreise und Versorgungsl\u00fccken sowie eine geringe Nachfrage nach Eiern und Gefl\u00fcgelfleisch machen es den Legehennenbetrieben schwer, die Bruderhahnaufzucht als Alternative zum T\u00f6ten der m\u00e4nnlichen K\u00fcken zu<br>etablieren.<\/p><p><br><\/p>\n<p>Gleichzeitig arbeiten Biotechnologie-Unternehmen an \u201eL\u00f6sungen\u201c, die der Gefl\u00fcgelindustrie ein Umdenken ersparen sollen. Anstatt die T\u00f6tung der m\u00e4nnlichen K\u00fcken zu beenden, wird sie mit der In-Ovo-Selektion immer weiter vorverlagert und ein neues, sich noch nicht im Einsatz befindendes Verfahren bewirkt nun durch eine gentechnische Ver\u00e4nderung der Elterntiere, dass die m\u00e4nnlichen H\u00fchner-Embryonen aufgrund eines t\u00f6dlichen Gens bereits im Ei absterben.<\/p><p><br><\/p>\n<p>Aber: gerade in Krisenzeiten ist es von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit, sich auf die eigenen Werte und Leitprinzipien zu konzentrieren und daher pl\u00e4dieren die Brudertier Initiative Deutschland (BID) und die \u00d6kologische Tierzucht (\u00d6TZ) in dieser Situation nachdr\u00fccklich daf\u00fcr, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und vor allem in der Biobranche das Zweinutzungshuhn und die Aufzucht der Bruderh\u00e4hne als einzige Alternativen zum K\u00fckent\u00f6ten auszubauen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist nach Ansicht von Inga G\u00fcnther, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der \u00d6TZ, vor allem der politische Wille notwendig, die (Bio-)Landwirte bei dem Kraftakt zu unterst\u00fctzen, die Eier- und Gefl\u00fcgelfleischerzeugung von einem industriellen System der Hochleistung zu einem ethisch vertretbaren, Tier, Mensch und Umwelt achtenden Teil einer nachhaltigen Landwirtschaft zu machen. \u201eEs ist jetzt besonders wichtig, nicht auf technische L\u00f6sungen zu setzen, die lediglich die Symptome bek\u00e4mpfen, sondern die Chance auf einen echten Wandel zu nutzen\u201c, so Inga G\u00fcnther. Ganz praktisch hei\u00dft das f\u00fcr sie: \u201edie Bundesregierung sollte schnell und unkompliziert den rechtlichen Rahmen und Gelder zur<\/p><p><br>Verf\u00fcgung zu stellen, um F\u00fctterungssysteme zu entwickeln, die auf Resteverwertung und den Kreislaufgedanken setzen und so nicht nur der Umwelt und dem Klima zugutekommen, sondern auch dem Huhn selbst als Allesfresser und Resteverwerter.\u201c Gerade die Zweinutzungsh\u00fchner der \u00d6TZ kommen besonders gut mit Reststoffen aus der Lebensmittelerzeugung zurecht.<\/p><p><br><\/p>\n<p>Eine weitere Forderung von \u00d6TZ und BID ist, dass gegen\u00fcber technischen Methoden, die m\u00e4nnliche Embryonen bereits im Brutei aussortieren, klar abgrenzbar sein muss, welche Eier mit Bruderhahnaufzucht erzeugt wurden. Die Bezeichnung \u201eohne K\u00fckent\u00f6ten\u201c darf also nicht f\u00fcr Produkte mit Eiern aus In-OvoSelektion genutzt werden. Die Verbraucher:innen d\u00fcrfen nicht in die Irre gef\u00fchrt werden.<\/p><p><br>Noch wichtiger wird dies, sobald neue gentechnische Verfahren eingesetzt werden. Laut dem Verein Testbiotech k\u00f6nnten Eier und Legehennen, die von transgenen H\u00fchnern abstammen, in der EU ohne Zulassungsverfahren und ohne Kennzeichnung auf den Markt gelangen. Dies geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an das deutsche Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom Juli 2021 hervor. Das Schreiben wurde durch eine Anfrage der Arbeitsgemeinschaft b\u00e4uerliche Landwirtschaft (AbL) bekannt. Da Gentechnik in Lebensmitteln von der Mehrheit der deutschen Verbraucher:innen abgelehnt wird, ist eine Kennzeichnung aber von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung vom 19.04.2022<\/p>\n<p>Gerade in Krisenzeiten ist es von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit, sich auf die eigenen Werte und Leitprinzipien zu konzentrieren und daher pl\u00e4dieren die Brudertier Initiative Deutschland (BID) und die \u00d6kologische Tierzucht (\u00d6TZ) in dieser Situation nachdr\u00fccklich daf\u00fcr, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und vor allem in der Biobranche das Zweinutzungshuhn und die Aufzucht der Bruderh\u00e4hne als einzige Alternativen zum K\u00fckent\u00f6ten auszubauen.<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":852,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[117,135],"tags":[],"class_list":["post-7505","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-presse","category-gefluegelzucht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7505"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9421,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7505\/revisions\/9421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oekotierzucht.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}