Über den Tellerrand
Exkursion in die Schweiz
Vom 12. bis 14. August 2025 führte das Projekt Hornkuh eine Exkursion in die Schweiz durch.
Die Reise richtete sich an Landwirt:innen und Berater:innen, die sich über aktuelle Entwicklungen der Bio-Rinderzucht und insbesondere des Projekts Bio-KB-Stiere informieren wollten.
Im Mittelpunkt stand der Austausch mit dem Schweizer Projekt Bio-KB-Stiere, das von Bio Suisse, dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und weiteren Partnern gemeinsam getragen wird. Das Projekt wurde gegründet, um geeignete Besamungsstiere für Bio- und Low-Input-Betriebe bereitzustellen. Im Fokus stehen Tiere, die auf Basis von Grünland und betriebseigenem Futter leistungsfähig bleiben, wenig Kraftfutter benötigen, robuste Gesundheitseigenschaften mitbringen und auf Langlebigkeit sowie funktionale Merkmale selektiert werden. Die Stiermütter stammen ausschließlich von ausgewählten Biobetrieben mit hohem Weideanteil, geringem Kraftfuttereinsatz und zurückhaltendem Antibiotikaeinsatz. Die besten Stierkälber werden anschließend aufgezogen, geprüft und für die künstliche Besamung eingesetzt.
Die Teilnehmer:innen reisten gemeinsam per Bus von Rosenheim über München und den Bodensee in die Schweiz.
Während der Exkursion besichtigten wir drei verschiedenen betriebe dadurch, erhielten die Teilnehmenden Einblicke in innovative Ansätze der ökologischen Rinderzucht, Zuchtstrategien für horntragende Tiere sowie die Nutzung von Besamungsstieren im Biobereich. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Praktiker:innen aus der Schweiz, die ihre Erfahrungen und Perspektiven mit den Gästen teilten.
Die Exkursion bot zahlreiche Anregungen für die Weiterentwicklung der eigenen Betriebe und stärkte die Vernetzung über Ländergrenzen hinweg.



